Tag 10. Aalen – Neidlingen am 16. August

Das Schlafen in der Pension war himmlisch, endlich ein richtiges Bett. Auch mal wieder duschen war schön. Wir hatten einen Ausblick auf die Berge auf die wir hoch mussten, ich hab deswegen nicht seh oft rausgeschaut :D

Die Apfelplantagen in der Nähe hatten paradiesische Züge an sich. Wunderschöne Landschaft mit einem putzigen Berg in der Mitte, seht selbst unter BILDER auf picasaweb zum jeweiligen Tag.

Die Tour an sich war entspannend, 15 km lang ging es über eine ehemalige Bahnstrecke, deswegen keine Steigungen, leichter Abfall. Wir sind mit 35 bis 40 die Strecke durchgefahren, echt geil.

Km: 78,32

Fahrzeit: 4h

GesamtKM: 815

 

Tag 8. Rothenburg o.T. – Tannhausen (BW) am 14. August

Für die Nacht hatten wir einen schönen Platz zum Wildzelten. Die Landschaft wurde schöner und auch das Wetter wurde wärmer und freundlicher. Rothenburg o.T. hat eine schöne Altstadt. Leider konnte ich keine Fotos machen, da meine Kamera immer eine Speicherkartenfehler anzeigt. Ich wollte mir dort eine neue kaufen aber uns viel dann wie Schuppen von den Augen, dass ja heute Sonntag ist. So suchten wir eher eine Tankstelle als uns weiter die Stadt anzuschauen, denn wir hatten durscht! Aufgefallen sind uns aber die vielen Japaner, die wie eine Heuschreckenplage in riesen reisegruppen über einzelne Punkte in der Stadt herfielen und alles totfotografierten, auch für uns Deutsche jedenfalls total uninteressante Dinge.

Nach hitzigen 40 km und einer noch brauneren Haut kehrten wir in ein vietnamesisches Chinarestaurant  ein. Ich aß Nudeln mit Hähnchen und Litschisaft. In Dinkelsbühl dann machten wir bedingt durch einen heranziehenden Sturm eine längere Pause. Aber es war ein sehr schöner Ort mit einer Burg und viel Wasser drum rum (Man munkelt es sei eine Wasserburg) Auch hier gabs außer vielen Enten auch noch vereinzelt ein par Japanergrüppchen.

Dann trafen wir auf den Limes-Radweg und schauten uns einen verfallenen Limesturm an. Nach 80 km kehrten wir in Tannhausen ein (BW) (ja wir sind jetzt in Baden Würtemberg!!!, aber Jesuskreuze sieht man immernoch an jeder Ecke. Im Gasthof Roter Hirsch gabs dann Überbackenes Fleisch a la Hawaii mit Spätzle. Isch war aber rischtisch geschockt bei da schwäääbisch geräd, koiner kanns verstehe.

Nach einem schönen Hefeweizen (das besste Bier bis jetzt!) bauten wir in völliger Dunkelheit an einer Waldgrenze unsere Zelte auf. nebenbei erzählte ich Stefan Schauergeschichten. Der Kettensägenmörder kam uns allerdings Nachts nicht besuchen, auch die Blairwitsch(hexe) blieb aus^^

Km: 82,96

Fahrzeit: 4 h 26 min

GesamtKM: 685

Tag 6. Mainradweg – Adelsdorf (Aischtalradweg) am 12. August

Unsere erste Nacht auf einem Zeltlatz verbrachten wir mit positiven und negativen Effekten: Einerseits hatten wir nun endlich eine Möglichkeit zum Duschen und eine ordentliche Toilette, andererseits zelteten wir direkt neben einer stark befahrenen Eisenbahnstrecke (Berlin – München). Außerdem quakten zwei Enten Nachts um eins um die Wette. So standen wir am nächsten Tag erst nach neun auf und starteten später als sonst die Tour. Die ersten 30 km bis Bamberg gingen schnell vorüber, flach am Main entlang. In Bamberg aßen wir “Döner”. Bayrische Döner sind nicht zu empfehlen! Dann fand ich auch gleich das Internetcafe. Eigentlich ein Lokal mit einem PC. Wir tranken ein Bier und hielten uns dort lange auf. Schließlich ging es dann  weiter am Main-Donau-Kanal. Landschaftlich so spannend wie ein Stück vertrocknetes Toastbrot  in den Wechseljahren. So sahen auch viele aus, die uns begegneten. Tief hängende unfreundliche Gesichter, die der triste Alltag rundgewaschen und jeglicher Neugierde entzogen hat.

Die letzten 10 km fuhren wir eine Bundesstraße an der Aisch entlang, der Radweg war uns zu uneben. Die Landschaft wurde nicht viel besser. Maisfelder, flach, keine Sonne, Straßen, lieblose Dörfer und wir. Unter Regeneinfluss dann bauten wir unsere Zelte neben einer stillgelegten Bahnstrecke an der grenze zu einem Waldstück auf. Nun hab ich die 500 km-Marke passiert. 1/6 der Tour ist fast geschafft. Der Anfang der Tour kommt mir wie eine Ewigkeit vor!

Hier ein par Bilder:

Km: 68,00

Fahrzeit: 3h 37 min

GesamtKM: 512

Tag 5. Fichtelgebirge – Ebensfeld (Mainradweg)

Der Morgen war heiter uns es war spürbar wärmer als die letzten Tage. Mit Blick auf das Fichtelgebirge putzte ich mir die Zähne mit Flaschenwasser. zuerst ging es nach Gefrees. Die Fahrt dorthin bestand aus einer rasanten Abfahrt fast 10 km lang. Von Gefrees aus versuchten wir dann den Mainradweg zu finden. Dies gelang uns bei Bad Berneck. Ein wunderschönes kleines Touristendörfchen wie man auf den Bilder sieht.. Weiter ging es dann am weißen Mainradweg. Berge gab es kaum noch. Die gesamte Tour war schön flach. Dadurch kamen wir auf eine Durschnittgeschwindigkeit von 18,41 km/h. Das Wetter blieb auch schön. Wir mussten uns sogar in Kulmbach eincremen. Dort verfuhren wir uns und ich stürzte auch noch hin wegen meinen Klickpedalen, aber wieder nur im stehen, keine Angst ;) Auch beim Zusammenfluss von Roten und weißen Main verfuhren wir uns stark uns radelten einige Kilometer umsonst. In Lichtenfels dannsuchten wir dann eine Toilette auf. So hielten wir uns bei Subway auf und aßen auch gleich einen Sub des tages = )

Wir fuhren noch weitere 10 km bis zum Sonnenuntergang Die Etappe mit 113 km war bisher die längste.  Auf der Suche nach einem Wildcampingplatz stießen wir auf einen richtigen Zeltplatz. Wir waren fast die einzigen dort. Ich duschte mich endlich mal und es war ein gutes Gefühl. Nach der Tour merkte ich kaumdas ich geschafft war oder so. Meine Kondition hat sich stark verbessert

Km: 113,75

Fahrzeit: 6h 10 Min

GesamtKM: 444

Tag 4. Blankenburg – Fichtelgebirge

Der Wecker klingelte an diesen Tag um 7 Uhr. Ich stand 7:30 Uhr auf und putzte erst mal die Zähne an einen kleinen Bach ganz in der Nähe. Es war noch kalt und das morgendliche Umherspenstern viel mir schwer. Stefan wachte auch solangsam auf und wir packten gemütlich die Zelte zusammmen. Um 9 Uhr ging es dann auf die 4.Etappe. Wir wollten heute etwas mehr erreichen. Aber gleich am Anfang begrüßte uns ein harter langer Anstieg. Nichts desto trotz packten wir auch alle weiteren Anstiege. Wir waren gut drauf und hatten jetzt schon etwas Kondition aufgebaut. Besonders Stefan, der ja aus dem flachen Stralsund kam und sowas gar nicht gewöhnt war. Bis Hof war die Route zum teil ein ein ständiges Berg Berg auf und Berg ab. Allerdings konnten die Berge schnell gemeistert werden da sie nicht so groß waren. In Hof dann bedeckten wir uns mit Proviant bei Kaufland. ich fand auch einen Fahrradladen. Sie sagten mir, dass die Scheibenbremse nur schleift, wenn sich das Fahrrad auf den Ständer lehnt. Also sei es in Ordnung, und tatsächlich. Viel Trara um nichts. Nach Hof wurde die Route sehr angenehm zu fahren. Bis auf das letzte Stück hoch auf 700m. Die Saale Quelle. Nun hatte ich es geschafft. Jeden Kilometer des Saaleradweges bin ich nun schonmal irgendwann gefahren (427 km) Vor dem großen Fichtelberg im wirklich schönen Fichtelgebirge schlugen wir am Waldrand unsere Zelte auf. Wildcampen Runde zwei! = )

Km: 70,73

Fahrzeit: 5h

GesamtKM: 330

Tag 3. Tanna – Blankenburg am 9.August

Von der letzten Tour geschafft standen wir zusammen mit den beiden anderen in Tanna gemütlich im Bungalow gegen 10 Uhr auf. Wir brauchten eine Weile zum frühstücken und zum versuchten Fahrrad reparieren. Dadurch kamen wir erst gegen 13 Uhr los. Der Fahrradladen der um 2 Aufmachen sollte konnte uns nicht weiter helfen wegen Krankheit.  Unterwegs sahen wir sehr schöne Landschaft. Viele Dörfer eingehüllt von Bergen in tiefen bewaldeten Tälern. Am schönsten waren die Strecken entlang der Belilochtalsperre Richtung Saaldorf. Ich hab natürlich ne Menge Fotos gemacht.

Aber auch diesmal wieder fing es für eine halbe Stunde an zu regnen. Zum Glück war gleich in der Nähe ein Bushäusschen. Diesmal war es nur eine kleine Tour wegen den späten Beginn und den vielen Bergen wieder und den Regen. Nun sitz ich hier im Zelt beim ersten mal Wildcampen in einer sehr schönen Landschaft. Wir sind jetzt schon in Bayern!

Km: 36,68

Fahrzeit: 2h 32 min

GesamtKM: 259

Tag 2. Jena – Schloss Burgk

Allgemeine Information:

Der erste richtige Radreisetag. Nun war es soweit. Das große Aufbrechen von meiner Heimatstadt Richtung noch den mir unbekannten Südwesten Europas. Aber halt. Ab jetzt musste von “Wir” gesprochen werden. Denn ab Jena war ich nicht mehr allein auf meiner Tour. Stefan aus Stralsund war nun auch mit von der Partie. Auch deswegen stellte der zweite Radreisetag der eigentliche Reisebeginn dar. Geplantes Ziel für diesen Tag: Tanna, eine Kleinstadt im Saale-Orla-Kreis.

Route:

Auch an diesem Tag verlief unsere Route fast die gesamte Zeit entlang der Saale auf dem Saaleradweg. Diesmal aber bot sich nicht immer die Möglichkeit direkt neben der Saale zu fahren aufgrund von steilen Tälern, mehr Bergen, Talsperren und schlecht ausgebauten bzw. nicht vorhandenen Radwegen, sodass der Saaleradweg öfters mal auf die Hochebene hinaufführte oder gänzlich in Nebenstraßen oder teilweise sogar größere Straßen einging. Die Wege waren anfangs gut bis mäßig gut mit dem Reiserad befahrbar, ab Saalfeld jedoch teilweise nicht mehr zumutbar, auch aufgrund der Witterung. So kam es tatsächlich zu fast stürzen auf einer Abfahrt hinunter ins Tal bei sehr grobförmigen Schotter und nicht einsehbaren Schlaglöchern und großen Steinen.

Landschaft:

Ausgerechnet jetzt, wo die Landschaft durch viele Berge und mehr Wald schöner wurde, verdarb der Regen, der Wind und die für den Sommer unangenehme Kälte die sonst schöne Sicht auf die beiden Talsperren und generell die Ausläufer des Thüringer Waldes (Thüringer Schiefergebirge). Trotzdem bildete die facettenreiche Landschaft, eine Kombination aus Flusstälern, DEM Saaletal, viel Wald, hübschen kleinen Städten und viel mehr Bergen, einen großen Kontrast zur Norddeutschen Tiefebene. Einzig und allein die Saale hatten die Landschaften beider Tage gemeinsam.

Sehenwürdigkeiten:

Viel gab es nicht zu sehen. Jedenfalls nichts neues. Da ich gebürtiger Jenenser bin kannte ich schon einige Dinge entlang der Tour. Obwohl auch die vielen Burgen, wie z.B die Leuchtenburg oder die Heidecksburg bei Rudolstadt nur kleinere Attraktionen sind, und die Landschaft so wie der Fluss Saale die eigentliche Sehenswürdigkeit. Für Menschen, welche die Gegend Saaletal überhaupt nicht kennen stellen jedoch die Stadt Jena, Rudolstadt und ein bisschen auch Saalfeld einige Sehenswürdigkeiten bereit. Für mich persönlich jedoch war die Hohenwartetalsperre an diesem Radtag das einzige wirkliche Higlight. Denn diesen künstlichen See hatte ich bisher noch nie gesehen. Der Anblick, der sich bot, als wir kurz vor dem Erreichen der Staumauer waren, blieb trotz Regen in meiner Erinnerung. Sie ist die viert größte Talsperre in Deutschland und hatte dementsprechend auch eine beeindruckend hohe Staumauer. Interessant anzuschaun war auch die Art und Weise, wie sich die aufgestaute Saale durch die vollbewaldeten dicht beisammen stehenden Berge, durchgewunden hat.

Hohenwartetalsperre

Hohenwartestaumauer

Überfahrt Hohenwarte-Stausee

Ablauf:

Pünktlich startete unsere Tour noch unter Sonneneinfluss relativ früh ab meiner wirklichen Heimat, der Talstraße in Jena West. Wieviele kleinere Radetappen hatte ich hier schon in all den Jahren gestartet. Doch diesmal sollten es keine 35 km sondern 100 mal mehr Kilometer werden. Unfassbar! Nach dem provisorischen Abfahrtsfoto fuhren Stefan und Ich mit unseren voll bepackten Radeseln durch die mit Morgenlicht durchflutete Innenstadt:

Kurz vor Abfahrt

In Gedanken war ich schon längst etwas weiter. Denn ich macht mir Sorgen ob wir unser Tagesziel auch wirklich erreichen sollten. Denn eigentlich war geplant, diese Tour in zwei Tagesetappen zu bestreiten. Auf jedenfall die viel vernünftigere Variante. Denn erstens fehlte uns die Kondition für so eine harte Etappe. Und zweitens spielte weder das Landschaftsprofil noch das Wetter und die Witterungsbedingungen in unsere Karten. Ja, wir hatten wirklich mit allen Hürden zu kämpfen: Starker Wind (Der gefühlt IMMER von vorne kam und mich als sehr leichten Menschen viel mehr belastete), ab und zu Regen und eklige Sommer-schlecht-Wetter-Kälte, die einem schnell eine Erkältung bringen kann. Die ersten Kilometer jedoch hatten wir gutes Wetter und die Saale glitzerte wundervoll an den vielen Wehren, die wir oft passierten:

Ein Wehr an der Saale

Ab Kahla wurde es jetzt dauerhaft öfters mal hügelig. Der Radweg verlief nun 500 m bis 2 km abseits der Saale, manchmal aber auch direkt daneben. Sodass es öfter runter zur Saale und dann mal wieder hoch auf die mehr hügelige Landschaft ging. Aber alles im allen noch nicht soo doll bergig. von den Hügeln hatte man eine gute Aussicht auf die Heidecksburg, und so war Zeit, mal das Rad abzustellen.Hier zu sehen Stefans Rad, welches wirklich so aussieht wie das Rad eines Langzeitradreisenden:

Stefans Rad

Nach Saalfeld wurde das Saaletal immer enger und enger und so wurden wir gezwungen das erste mal auf die Hochebene zu fahren. Halt, hab ich fahren gesagt, ok sorry, wir haben natürlich geschoben!!! Und waren trotzdem fix und alle. Und das obwohl wir gerade einmal die Hälfte vom geplanten weg zum Tagesziel Tanna hinter uns hatten, welches 125 km von Jena entfernt lag. Auf der Hochebene gab es sehr häufig eine Szene wie diese: Viel Wiese, etwas Wald und sich ankündigender Regen. Die tollen Kühe gab es aber nur einmal zu sehen:

Kühe und schlechtes Wetter

Wir fuhren und fuhren und fuhren. Kamen jedoch nicht an. Wir hatten die Tour wirklich unterschätzt. Nicht nur das unser Essen zu neige ging. zu Trinken hatten wir auch nicht mehr viel und es wurde schon langsam etwas dämmrich. Zu oft mussten wir teilweise sehr unbefestigte Wege 100 m hoch schieben, oder Straßen 150 m hochfahren oder aber anhalten weil es zu stark regnete. zu Allem Überfluss verfuhren wir uns fast und mussten immer mal wieder anhalten um zu schauen ob wir richtig lagen. Würden wir es wirklich nach Spanien schaffen. Im regen stehend, ahnungslos auf die Karte blickend, etwas frierend durchnässt und sehr müde, mitten im Thüringer Nichts, kam mir dieses hochgesteckte Ziel wie eine nie zu erreichende Utopie vor, ein Traum der sich nur in Gedanken umsetzen lässt. Schließlich erreichten wir unter unzumutbaren Umständen Schloss Burgk. Und wir erreichten es überhaupt, weil ein netter Mensch in einem Dorf etwas von seinem Bier uns abgab. Denn sonst hätte ich glaub ich das Zelt aufgestellt und Gute Nacht gesagt! Doch trotzdem verhalf uns dieser winzig kleine Energieschub natürlich nicht zu einem Rad Happy End. Nein. Bei Schloss Burgk über der Bleilochtalsperre war Schluss. Wo gings lang? keine Ahnung. Wie spät ist es? Sehr Spät! Ich bin Müde, du auch? Ja! Was blieb also sonst übrig, als den Papa anzurufen,  mal kurz mit’n Kombi rüberzufahren und uns abzuholen. In den letzen Minuten des Endes unserer Tagesetappe hatte ich nur noch Steak und ein warmes Bett im Kopf. Die Lust zum weiterfahren sank auf minus 0 Prozent. So kamen mein Vater und mein Bruder dann mit dem Kombi, luden die Fahrräder auf und die Etappe war plötzlich vorbei, ich konnte es kaum glauben. Schon nach einem Tag stellte für mich das Grillen und das Schlafen in einem weichen Bett purer Luxus dar. Geschummelt hatten wir ja nur bedingt. Denn dort wo wir unsere Etappe aufhörten, fuhren wir am nächsten Tag weiter. Denn Tanna lag ca. 12 km abseits von der Saale, und wir mussten ja weiter an der Saale entlang, bis zur Quelle. Wäre mein Vater nicht zu dieser Zeit in Tanna gewesen, so hätten wir wahrscheinlich am Schloss Burgk in der Nähe gewildzeltet und wären am nächsten Tag von dort weitergefahren.

Km: 111,7

Fahrzeit: 7h 20 min

GesamtKM: 223

1. Tag: Halle – Jena am 6. August

Die Radreise hat begonnen. Das Abenteuer auf zwei Rädern ist nun Realität. Zwar war bei der ersten Tour noch nicht viel Abenteur zu spüren da ich die Strecke ja schon häufig gefahren bin aber trotzdem war es ein schöner Anfang. Denn es schien meistens die Sonne und es war ein tolles Gefühl zu wissen nun auf dem Rad zu Hause zu sein. Ich hatte auch diesmal genug Zeit um nach Jena zu kommen = )

Die erste Etappe fuhr ich alleine. Stephan wird erst ab Jena dazustoßen. Ich brauchte auch diese eine Etappe um mich zu finden und zu realisieren das ich nun tatsächlich 3000 km mit dem Rad fahren werde. Unterwegs konnte ich in Ruhe noch die optimale Sitzposition einstellen. Danach erst wurde mir bewusst wieviel eine Sitzposition sowie die Existenz von Klickpedalen eigentlich ausmachen können. Denn die ersten “Berge” bei Mersebrug meisterte ich so, als ob ich gar keine Packtaschen am Rad hätte. Besonders durch die Klickpedale spare ich unglaublich viel Leistung und komme Berge nun viel besser hoch! Das wird besonders wichtig sein wenn es anfängt zu regnen und die Pedalen an sich rutschig werden. Leider aber hatte der Mensch, der mir die Klickpedale einbaute recht: “Bisher ist jeder schon mit Klickpedalen gestürzt!” Nach genau 100 km war es dann soweit. Ich wollte kurz vor Golmsdorf (Nahe Jena) bei genau 100 km anhalten und mich darüber freuen als ich gerade beim stehenbleiben merkte, oh mmh du hast ja Klickpedale an den Füßen und musst da erst ma rauskommen bevor du stehen bleibst! Aber da war es schon zu spät. Ich viel ganz langsam auf die Seite ohne was machen zu können. Tolles Gefühl. Aber zum Glück dämpften die Packtaschen den Aufprall. Außerdem fuhr ich ja nicht mehr. Ich hatte also nur ein par kleine Schirfwunden.

Ansonsten verlief die Tour wie geplant. Ich bekam zwar nach 70 km einen spürbaren Magnesiummangel, aber das war auch kein Wunder. Ich fuhr eigentlich viel zu schnell. Ich nahm eine Magnesiumtablette und Schwups die Wups gings wieder. Dennoch war ich am Ende doch ganz schön ausgepowert. Nächste Etappe muss ich es langsamer angehen. Knieprobleme hatte ich diesmal nur sehr geringfügig am Ende zu mancher Zeit. Aber an sich hab ich die Tour gut überstanden, ein hoch auf die Magnesiumtabletten = ) (Die sind gut um keine Krämpfe zu bekommen und um die Muskeln zu stärken)

Ich habe natürlich auch einige Bilder gemacht! Einfach auf dem Button Bilder Picasaweb gehen hier auf DIESEM Nebenblog oben rechts (nicht auf dem Hauptblog)

Hier noch die drei für mich schönsten bzw. lustigsten, interessantesten usw ; )

Es geht hinaus aus Hallensischer Industrieumspinnung

Hinein in die Thüringer Weingewinnung

Doch egal durch welch “reizend” Ländl ich fahr,

Mein zu Haus ist mein Herz, das ist doch klar!

Etappendaten:

Km: 111,73

Fahrzeit: 6H 13 Min

Durchschnittsgeschw.: 17,95

Gesamt Km Tour: 111

Nächster Artikel mit drei oder vier tagebucheinträgen (Artikeln) voraussichtlich 10/11/12. August